Pressemitteilung

ArianeGroup schließt ersten Vertrag mit ESA über die Entwicklung des künftigen Prometheus-Triebwerks 21.06.2017 |  2 Minuten

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  • Die Airbus Safran Launchers, die ab 1. Juli 2017 als „ArianeGroup“ firmiert, unterzeichnete heute auf der Paris Air Show einen ersten Vertrag mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA
  • Prometheus ist ein Technologieträger für ein kostengünstiges, wiederverwendbares Triebwerk, das mit Flüssigsauerstoff (LOx) und Methan betrieben wird
  • Es soll die europäischen Trägerraketen ab 2030 antreiben
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Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und Airbus Safran Launchers, ein zu gleichen Teilen von Airbus und Safran gehaltenes Joint Venture, das am 1. Juli in „ArianeGroup“ umbenannt wird, haben heute auf der Paris Air Show die erste Tranche des Entwicklungsvertrags für das künftige LOx-Methan-Triebwerk Prometheus unterzeichnet.

Alain Charmeau CEO der ArianeGroup

Der Abschluss dieses Vertrages zeigt unsere Entschlossenheit, schon heute die Zukunft des europäischen Raumtransports für den Zeitraum ab 2030 vorzubereiten und gleichzeitig für den Erstflug der Ariane 6 im Jahr 2020 zu arbeiten. Beide Aktivitäten basieren auf unserer Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft und ergänzen sich perfekt“, erklärt Alain Charmeau, CEO der ArianeGroup. „Das Triebwerk ist eines der Kernstücke jeder Trägerrakete. Die  technologische Vorbereitung  eines Triebwerks, dessen Produktion nur noch ein Zehntel des aktuellen Triebwerks Vulcain®2 kostet, wird uns erlauben, im weltweiten Wettrennen um den Zugang zum Weltraum ab 2030 weiterhin zu bestehen. Daher danke ich der ESA und ihren Mitgliedstaaten für ihre konsequente Unterstützung der Entwicklung der Technologie von morgen.“

Prometheus ist ein Technologieträger für ein Triebwerk, das mit Flüssigsauerstoff (LOx) und Methan betrieben wird, und mittelfristig wiederverwendbar eingesetzt werden könnte. Daraus abgeleitete Anwendungen könnten bei den europäischen Trägerraketen ab 2030 zum Einsatz kommen.

Ziel mit diesem Technologieträgers ist die Herstellung eines Triebwerks für 1 Million Euro Stückkosten gegenüber den circa 10 Millionen für den aktuellen Vulcain®2-Motor.

Der Erfolg bei dieser technologischen Herausforderung basiert auf einem neuen Design und dem intensiven Einsatz innovativer Technologien wie 3-D-Druck, vorbeugenden Instandhaltung und digitaler Kontrolle.

Das im November 2015 in Zusammenarbeit mit der französischen Raumfahrtbehörde CNES gestartete Prometheus-Projekt wurde im Dezember 2016 bei der letzten ESA-Ministerratskonferenz in Luzern auf europäische Ebene gehoben. Dabei wurden für Prometheus über 80 Millionen Euro freigegeben.

Der aktuelle Vertrag manifestiert  zudem den Eintritt europäischer Industriepartner in das Demonstrator-Projekt Prometheus, darunter Avio aus Italien, GKN aus Schweden,  Safran Aero Boosters aus Belgien sowie die deutschen und die französischen Unternehmensteile von ArianeGroup.

Die ersten Tests sollen 2020 am Standort Lampoldshausen (Deutschland) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) stattfinden.

Pressekontakte:

Astrid EMERIT   +33.6.86.65.45.02
astrid.emerit@airbusafran-launchers.com

Julien WATELET  +33.6.88.06.11.48
julien.watelet@airbusafran-launchers.com

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