Pressemitteilung

SPACE19+: richtungsweisende Entscheidungen und ambitionierte Ziele für die Zukunft der europäischen Trägerraketen 29.11.2019 |  3 Minuten

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  • ArianeGroup und Arianespace begrüßen die im Rahmen der Ministerratskonferenz der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Sevilla getroffenen Entscheidungen der Vertreter der europäischen Staaten im Hinblick auf den Zugang zum Weltraum
  • Die ArianeGroup und ihre europäischen Industriepartner gestalten den Übergang von Ariane 5 zu Ariane 6, der Europa auch künftig den unabhängigen Zugang zum Weltraum sichern wird
  • Die Ariane 6 ist ein Programm der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Der Erstflug ist für das zweite Halbjahr 2020 geplant
  • Kurz nach dem erfolgreichen 250. Start einer Ariane-Trägerrakete tragen die Entscheidungen von Sevilla zur Stärkung des Angebots von Arianespace als Vermarkter von Startdienstleistungen und Betreiber der europäischen Trägerraketen Ariane und Vega bei
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Die ArianeGroup als Hauptauftragnehmer und Konstruktionsverantwortlicher für die Ariane 6 und ihre Tochtergesellschaft Arianespace, zuständig für Vermarktung und Betrieb der Trägerraketen Ariane 5, Ariane 6, Sojus, Vega und Vega C, begrüßen die in Sevilla getroffenen Entscheidungen mit ihrer historischen Tragweite für die europäische Trägerraketenindustrie als Garant eines unabhängigen Zugangs zum Weltraum. 

Die Beschlüsse ermöglichen den Übergang von Ariane 5 zu Ariane 6 zwischen 2020 und 2023, das heißt das Ende des Betriebs der Ariane 5 parallel zum Hochlauf der Ariane 6 bis zu ihrer vollen operativen Nutzung. Zudem wurde die Finanzierung der Entwicklung wichtiger Technologiebausteine für die nächsten drei Jahre verabschiedet, um die Wettbewerbsfähigkeit der Ariane weiter zu verbessern. Dazu gehören die Demonstratoren des kostengünstigen Triebwerks Prometheus, der ultra-leichten Carbon-Oberstufe Ikarus und der wiederverwendbaren Stufe Themis.

André-Hubert Roussel CEO der ArianeGroup

Nach der Entscheidung für die Entwicklung der Ariane 6 im Jahr 2014 und für das Projekt des neuen Raumfahrttriebwerks Prometheus im Jahr 2016 hat auch diese ESA-Ministerratskonferenz einen Meilenstein in der Geschichte der Ariane-Trägerraketen gesetzt. Die Space19+ von Sevilla gibt uns heute die Mittel an die Hand, um diese Erfolge fortzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei der Hochlauf der  Ariane 6 und die Finanzierung von innovativer Technologie-Demonstratoren. Diese sind absolut existenziell um unsere neue Trägerrakete dauerhaft wettbewerbsfähig zu halten und langfristig die Zukunft der europäischen Trägerraketen zu sichern. Ich freue mich über die Entscheidungen der europäischen Minister und die hervorragende Arbeit, die ESA-Generaldirektor Jan Wörner und seine Teams zusammen mit den nationalen Raumfahrtbehörden geleistet haben. Die europäische Raumfahrt erhält dadurch einen neuen Schub. Die Anerkennung und das Vertrauen in das Know-how der ArianeGroup und ihrer Partner aus der europäischen Trägerraketenindustrie sind für uns ein zusätzlicher Ansporn, unsere Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft noch weiter zu verbessern.“

Stéphane Israël CEO der Arianespace

Wenige Monate vor dem 40-jährigen Jubiläum von Arianespace erlauben die von den ESA-Ministern im Rahmen von Space19+ getroffenen Entscheidungen der gesamten europäischen Trägerraketenindustrie, für das nächste Jahrzehnt zu planen. Ariane 6 und Vega C bilden die solide Grundlage für unsere künftigen gemeinsamen Erfolge. Von den Werken unserer industriellen Hauptauftragnehmer bis zum Raumfahrtzentrum in Kourou in Guaina wird den nationalen Beiträgen unter Führung der ESA eine zentrale Rolle für den erfolgreichen Übergang von Ariane 5 zu Ariane 6 und Vega zu Vega C zukommen. Mit den für die Weiterentwicklungen von Ariane 6 und Vega C verabschiedeten Programmen stellen wir Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in den Dienst unserer Kunden. Wenige Monate vor den Erstflügen unserer künftigen Trägerraketen begrüßen wir das Engagement der Mitgliedstaaten und bedanken uns bei den Teams der ESA für ihre Arbeit. Dieses Engagement ist die Basis für unseren Erfolg auf dem kommerziellen Markt und gewährleistet den unabhängigen europäischen Zugang zum Weltraum, der die vorrangige Mission von Arianespace ist.“

Der Erstflug der Ariane 6 ist für das zweite Halbjahr 2020 geplant und die Produktion der ersten vierzehn serienmäßigen Ariane 6, die zwischen 2021 und 2023 starten sollen, ist in den Werken der ArianeGroup in Frankreich und Deutschland und bei den europäischen Industriepartnern in den 13 am Ariane 6-Programm beteiligten Ländern bereits angelaufen. 

Die flexible und wettbewerbsfähige Ariane 6, ein Programm der europäischen Weltraumorganisation ESA, ist besonders an die Marktentwicklungen angepasst. Die modulare Trägerrakete wird in den beiden Versionen Ariane 62 (zwei P120C-Feststoffbooster, die auch bei der Vega C zum Einsatz kommen) und Ariane 64 (vier P120C-Feststoffbooster) angeboten. Damit ist sie für die verschiedensten Missionen in allen Orbits geeignet und kann Europas unabhängigen Zugang zum Weltraum so weiterhin sichern. 

Die ArianeGroup ist industrieller Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und den Betrieb der Trägerraketen Ariane 5 und Ariane 6. Das Unternehmen steht an der Spitze eines Industrienetzwerks, das mehr als 600 Unternehmen, darunter 350 kleine und mittelständische Unternehmen, in 13 europäischen Ländern umfasst. Arianespace ist für den Betrieb der Startsysteme Ariane, Sojus und Vega verantwortlich, übernimmt die Vermarktung sowie die Vorbereitung der Missionen für die Kunden und gewährleistet die Flugfähigkeit.

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Pressekontakte:

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Astrid EMERIT – T. +33.6.86.65.45.02
astrid.emerit@ariane.group

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c.hoyau@arianespace.com