Arianespace startet erfolgreich den Meteorologiesatelliten MTG-I2 an Bord der Ariane 6 bei ihrer ersten Mission in die geostationäre Umlaufbahn

Am 27. August 2026, um 17.11 Uhr Ortszeit, hat Arianespace erfolgreich MTG-I2, den zweiten Wettersatelliten mit Bildgeber der dritten Meteosat-Generation (MTG), an Bord einer Ariane 6 in der Konfiguration als Ariane 62 vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana aus gestartet. Der Satellit wurde präzise in der geostationären Transferbahn (GTO) in 2.778 km Höhe über dem Äquator ausgesetzt. MTG-I2 trennte sich nach einer Flugzeit von 36 Minuten von der Trägerrakete ab, um seine Flugbahn bis in seine operationelle geostationäre Umlaufbahn (GEO) in einer Höhe von 36.000 km fortzusetzen.

 

David Cavaillolès, CEO von Arianespace, erklärte: „Der Erfolg der Mission MTG-I2, die den ersten Start der Ariane 6 in die geostationäre Transferbahn darstellte, ist ein wichtiger Meilenstein für das Programm. Durch den Start des Meteorologiesatelliten, mit dessen Hilfe wichtige Informationen für die europäischen Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt werden, stellt Arianespace ein weiteres Mal ihre Fähigkeit unter Beweis, den Anforderungen großer institutioneller Missionen gerecht zu werden. Somit bestätigt sie die Verfügbarkeit eines zuverlässigen und eigenständigen Startdienstes, der den europäischen Ambitionen entspricht. Wir danken den Teams unseres Kunden EUMETSAT herzlich für das uns erneut entgegengebrachte Vertrauen.“

Mit ihrer ersten Mission in die geostationäre Umlaufbahn demonstriert die Ariane 6 erneut ihre Vielseitigkeit und ihre Präzision. Dieser neue Erfolg zeugt von ihrer Fähigkeit, den Ansprüchen strategisch wichtiger europäischer Raumfahrtprogramme gerecht zu werden. Nach der Einführung der Version mit vier Boostern und der verbesserten P160C-Booster bildet dieser Erfolg eine neue Schlüsseletappe beim Ramp-up der Ariane 6, dem raschesten, der je von einer Schwerlast-Trägerrakete erzielt wurde. Ich danke unseren Industriepartnern sowie den Teams von ArianeGroup für ihr Engagement und ihren Beitrag zu diesem Erfolg.

Christophe Bruneau

Christophe Bruneau CEO von ArianeGroup

Die dritte Meteosat-Generation (MTG) ist Teil einer neuen Generation geostationärer Satelliten, die Bilder für die frühzeitige Erkennung sich rasch entwickelnder heftiger Gewitter, die Wettervorhersage und die Überwachung des Klimas bereitstellen. Durch die Kombination innovativer Instrumente sowie ihrer höheren Auflösung und Sensibilität bieten die MTG-Satelliten eine deutliche Verbesserung gegenüber der zweiten Meteosat-Generation (MSG). Dies gilt insbesondere für die Früherkennung und Vorhersage sich rasch entwickelnder und möglicherweise gefährlicher Wetterereignisse wie etwa schwerer Unwetter. Das MTG-System ist das komplexeste und innovativste geostationäre Wettersystem, das je gebaut wurde. Seine Flotte besteht aus zwei Bildgebungssatelliten und einem Sondierungssatelliten, die die Erde in einer Höhe von 36.000 km umkreisen.

 

Der Satellit MTG-I2 ergänzt die erste Familie der MTG-Satelliten, die gemeinsam die weltweit leistungsstärkste Wetterkonstellation bilden. MTG-I2 wird in Kombination mit MTG-I1, auch als Meteosat-12 bekannt, alle 2,5 Minuten einen Schnellscan von Europa erstellen. MTG-I1 wurde seinerseits im Dezember 2022 bei der Mission VA259 mit einer Ariane 5 in die Umlaufbahn gebracht. Gemeinsam gewährleisten sie die Kontiunität und die Resilienz des europäischen operationellen Wetterdienstes.

Die MTG-Satelliten wurden basierend auf von EUMETSAT ermittelten Nutzeranforderungen von der ESA entwickelt und von einem großen Konsortium europäischer Industrieunternehmen gebaut, das vom Hauptauftragnehmer Thales Alenia Space geleitet wurde. Die wichtigsten Partner dabei waren OHB System in Deutschland und Leonardo in Italien. EUMETSAT entwickelt die Bodeninfrastrukturen, um die Steuerung der Satelliten sowie die Kommunikation mit ihnen sicherzustellen; außerdem ist das Unternehmen während ihrer gesamten Lebensdauer für ihren Betrieb und die Bereitstellung der wissenschaftlichen Daten für Nutzer auf der ganzen Welt verantwortlich.

 

Das Programm Ariane 6 wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt, um ihren Mitgliedstaaten ein souveränes, zuverlässiges und operationelles Startsystem zur Verfügung zu stellen. Sie ist für die Entwicklung und die Nachverfolgung der Trägerrakete zuständig.

VA270 auf einen Blick

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