Internationaler Weltraumgipfel in Paris: ArianeGroup und ihre Tochtergesellschaften im Einsatz für die europäische Eigenständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit in der Raumfahrt

Am 9. und 10. September fand im Grand Palais in Paris der erste gemeinsam von Deutschland und Frankreich organisierte Internationale Weltraumgipfel statt. Anlässlich dieser Veranstaltung haben Politiker, Raumfahrtagenturen und Industrieunternehmen Themen wie die europäische Eigenständigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche sowie Innovation und Sicherheit erörtert.

 

ArianeGroup, Arianespace und MaiaSpace vertraten hier die gleiche Ambition: Europas eigenständigen Zugang zum Weltraum zu sichern und sich zugleich auf einem von Wettbewerb geprägten Weltmarkt durchzusetzen.

 

Von Ambitionen zu konkreten Beschlüssen

Für ArianeGroup war der Gipfel vor allem eine politische Veranstaltung. Die Herausforderung ist jetzt, die Ambitionen in konkreten Entscheidungen und in Budgets umzusetzen. Dies gilt vor allem für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der Europäischen Union, über den ein Teil der Mittel für die künftige Raumfahrtpolitik bereitgestellt wird.

 

An diese Entwicklung muss auch das europäische Modell für die Raumfahrt angepasst werden. Großaufträge, öffentlich-private Partnerschaften (PPP) und europäische Präferenz sollen Industrieunternehmen eine bessere Übersicht verschaffen und Investitionen beschleunigen.

 

Das Thema betrifft nicht nur den zivilen Sektor. Die Diskussionen rund um Verteidigung illustrierten den dualen Charakter der Raumfahrtindustrie, den auch ArianeGroup verkörpert. Sie haben gezeigt, wie wichtig es ist, über eigenständige Infrastrukturen für die europäische Kommunikation, Wirtschaft und Sicherheit zu verfügen. Ein Beispiel dafür: IRIS², die eigenständige europäische Konstellation für sichere Kommunikation.

 

Die Ariane 6 im Mittelpunkt der Veranstaltung

Im Grand Palais veranschaulichte ein neun Meter hohes Modell der Ariane 64 mit vier Boostern die zentrale Rolle der Ariane 6 in dieser Strategie. Die europäische Schwerlast-Trägerrakete hat bereits neun Missionen erfolgreich absolviert. Ab 2027 sollen jährlich neun bis zehn Starts durchgeführt werden.

 

Das Ziel ist klar: Steigerung der Startrate, weitere Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit sowie Anwerbung neuer Kunden. Arianespace, als Tochtergesellschaft von ArianeGroup zuständig für Vermarktung und Betrieb der Ariane 6, steht im Mittelpunkt dieser Dynamik.

 

Anlässlich des Weltraumgipfels verzeichnete Arianespace mit sieben Verträgen und Absichtserklärungen in zwei Tagen den größten Auftragseingang seit der Einführung der Ariane 6.

 

David Cavaillolès, der CEO von Arianespace, erklärte: „Die in Paris abgeschlossenen Verträge über fast zehn Starts stellen den größten Auftragseingang für Arianespace seit der Inbetriebnahme der Ariane 6 dar. Sie zeugen von der kommerziellen Dynamik der Trägerrakete und ihrer Kapazität, einer großen Bandbreite an Missionen gerecht zu werden. Die europäische Schwerlast-Trägerrakete hat zwei wesentliche Ambitionen: die Gewährleistung eines eigenständigen Zugangs zum Weltraum für Europa und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen kommerziellen Markt. Die Ankündigungen auf dem Gipfel zeigen, dass diese beiden Ambitionen sich ergänzen und sich gegenseitig verstärken.“

 

MaiaSpace, Vorreiter einer neuen Generation von Trägerraketen

MaiaSpace, gegründet 2022 von ArianeGroup, entwickelt mit der Maia eine neue Generation von wiederverwendbaren Mini-Trägerraketen. Während die Ariane 6 auf große institutionelle und kommerzielle Missionen ausgelegt ist, ergänzt Maia das Angebot des Konzerns besonders mit Blick auf die Nachfrage für Konstellationen von kleinen Satelliten im niedrigen Erdorbit.

 

Die neue Komplementarität zeigt, wie sich das Raumfahrt-Ökosystem weiterentwickelt. Dem passt sich ArianeGroup an, indem sie verschiedene Lösungen für eine große Bandbreite von europäischen und internationalen Anforderungen konzipiert.

 

Im Zuge des zweitägigen Gipfels haben ArianeGroup und ihre Tochtergesellschaften drei Facetten der gleichen Ambition illustriert. Während die Ariane 6 den europäischen Zugang zum Weltraum gewährleistet und ausbaut, widmet sich Arianespace der Kommerzialisierung auf dem Weltmarkt und MaiaSpace der Entwicklung der Lösungen von morgen.

 

Erhöhung des Tempos

Der Gipfel in Paris bot Gelegenheit, den bereits zurückgelegten Weg zu messen und sich bewusst zu machen, was noch zu tun bleibt. Europa verfügt über wichtige industrielle und technologische Vorteile, muss jedoch deren Ausbau beschleunigen. Wenn es zu einer anderen Größenordnung übergehen will, muss es der Industrie einen Markt, Finanzmittel und einen Rahmen bereitstellen, um Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft miteinander zu verbinden.

 

Für ArianeGroup und ihre Tochtergesellschaften beruht diese Beschleunigung auf verschiedenen Faktoren: Steigerung der Startfrequenz der Ariane 6, Start der Maia im zweiten Halbjahr 2027, Fortschritte in der Entwicklung wiederverwendbarer Technologien, Berücksichtigung der besonderen Anforderungen von Konstellationen (insbesondere die der europäischen Kommunikationskonstellation IRIS²) und Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wertschöpfungskette der europäischen Raumfahrt.